Mit kindgerechten „Helfern“ mehr Spaß bei der Körperpflege

Eine durchdachte Organisation im Badezimmer erspart unnötiges Suchen. Ein fester Platz für Zahnputzsachen, für Waschlappen, Seife, Waschgel, Handtuch und auch für Schmutzwäsche hilft beim Ordnung halten. Klingt öde? Ist es nicht!

Kindgerechte, schöne, eigene Badhelfer motivieren Kinder zur Körperpflege. Mit bunten Zahnputzbechern, Handtüchern mit lustigen Motiven, mit Aufräumhelfern für den Kleinkram vom Haargummi bis zur Nagelschere gelingt im Bad der Spagat zwischen Wohlfühlen und Funktionieren.

Gar nicht langweilig: Feste Abläufe entlasten

Start in den Tag | Badezimmer Krümel sitzt in einer Hängetasche

Rituale, Gewohnheiten und Regeln im Badezimmer machen den Alltag einfacher und den Kopf frei. Ein gemalter Plan, eine Bildercollage oder einfach eine Liste mit Symbolen hilft Kindern, sich mit den Abläufen vertraut zu machen und Ordnung zu halten:

  • Schmutzwäsche nicht herumliegen lassen und gleich in den Wäschekorb befördern,

  • Zahnbürste nach Gebrauch abspülen und mit dem Kopf nach oben zurückstellen,

  • Zahnpastatube zuschrauben und an ihren Platz stellen,

  • Haarbürste nach Gebrauch wegräumen,

  • Handtuch nach dem Abtrocknen aufhängen,

  • Toilettendeckel schließen.

Ein Versuch wert: Selbermachen lassen

Kinder sind umso engagierter bei der Sache, je mehr sie selbermachen dürfen. Deshalb läuft es im Bad am besten, wenn sie die „Zutaten“ zum Sauberwerden in Griffweite finden. Je nach Alter ihrer Sprösslinge heißt es für Eltern zwar: Nachgucken und Nachschrubben. Aber irgendwann klappt es selbstständig, so dass Mamas und Papas entlastet sind.

O•O Hack: To-do-Hilfe für selbstständige Kids

Wir halten auch einen O•O Hack für eure Routine bereit: Die DIY-Klettleiste kann die Abläufe am Morgen verwandeln! Jedes Kind bekommt seine eigene und darf entscheiden, wie sie aussieht und welche Reihenfolge die To-dos wie Anziehen, Waschen, Frühstücken, Zähneputzen etc. darauf haben. Nun ja, Schuhe und Jacke anziehen sollte vielleicht immer ans Ende der Leiste …

Wir haben ein Download-Dokument mit vielen Bildern für wichtige To-dos des ganzen Tages erstellt, das ihr ausdrucken und zum Basteln der Leiste(n) verwenden könnt. Natürlich kann jedes Kind auch eigene Bilder malen. Wichtig ist nur, die Kleinen einzubinden in die Gestaltung ihrer Leisten, denn nur so klappt’s mit der Umsetzung. Ab da sind die Kids selbst verantwortlich: Ist ein To-do erledigt, klappen sie das entsprechende Bild auf der Leiste um – bis nur noch Häkchen zu sehen sind. Fertig zum Abflug!

Unsere Kids sind seit Klettleisten-Zeitrechnung morgens ruckzuck startklar. Meist sogar schneller als wir Eltern. Und die Stimmung ist bei allen besser. Ein Riesenschritt in Richtung Selbstständigkeit und ein Segen für den Familienfrieden.

Das braucht ihr:

  • je 1 Blatt Tonpapier in Rot und Grün

  • Schere und Kleber

  • kleine, selbstklebende Klettpunkte

  • Symbolbildchen für eure persönlichen To-dos – aus unserem Download oder selbst entworfen

  • Stifte zum Ausmalen der Symbole

Natürlich können auch andere Papierfarben und Ausmal-Materialien verwendet werden. Seid kreativ und zeigt uns gerne, wie ihr eure „Häkchen-dran-Leiste“ gestaltet habt.

So geht’s:

  • Druckt euch die To-do-Bilder und die Häkchen aus.

  • Überlegt, wie euer Tag/Morgen/Mittag/Abend abläuft und legt die Reihenfolge der To-dos fest.

  • Schneidet die für euch zutreffenden To-do-Bilder und die gleiche Anzahl an Häkchen-Kästchen aus. Sollte euer Tonpapier nicht für all eure To-dos ausreichen, bastelt doch einfach noch ein zweites „Häkchen dran“.

  • Knickt das grüne Papier mittig und klebt das rote auf die Rückseite. Tipp: Damit sich das fertige „Häkchen dran“ dann auch problemlos umknicken lässt, könnt ihr das rote Papier in der Mitte durchschneiden, beide Teile um etwa 1 mm kürzen und einzeln auf die Innenseite des gefalteten, grünen Papiers kleben.

  • Jetzt im roten Innenteil (unten) die To-do-Kästchen möglichst gerade aufkleben. Achtung: Lasst hierbei zwischen den Kästchen ein wenig Platz, damit ihr nachher beim Einschneiden nichts wegschneidet.

  • Habt ihr alles aufgeklebt, schneidet vom Rand bis zur Knick-Linie vorsichtig mit der Schere ein.

  • Da ihr jetzt eure einzelnen To-do-Schnipsel eingeteilt habt, ist es leichter, die Häkchen auf der (grünen) Außenseite zu platzieren. Wichtig: Damit später beim Umknicken die Häkchen richtig herum abgebildet sind, müssen sie beim Aufkleben auf dem Kopf stehen.

  • Fast geschafft! Jetzt nur noch die Klettpünktchen aufkleben. Tipp: Klebt erst eine Klettpunktseite auf, setzt das Gegenstück darauf und klappt dann einfach das Kärtchen um. So geht ihr sicher, dass beide Seiten der Klettpunkte übereinander liegen.

Extra-Tipps:

  • Laminiert die Leiste nach Möglichkeit. So übersteht sie Schokifinger & Zahnpasta-Kleckse.

  • Statt der Klettpunkte könnt ihr mit einer Snap-Zange bunte Druckknöpfe befestigen.

  • Die Kinder wollen die Leisten lieber bei sich haben, statt sie aufzuhängen? Geht auch und spart Wege. Allerdings steigt so auch das Risiko, dann & wann die Leisten suchen zu müssen.

Checkliste herunterladen

Wenn das Zeitgefühl fehlt

„Beeil‘ dich, wir müssen gleich los!“ – Kinder begreifen erst nach und nach, wie lange fünf Minuten sind oder was „bald“ und „gleich“ bedeutet. Und dass Mama und Papa um 8 Uhr an der Arbeit sein müssen, interessiert sie überhaupt nicht, wenn sie gerade ausprobieren, wie hoch sie einen Turm bauen können.

Eine stets gleiche Morgenroutine kann beim stressfreien Start in den Tag helfen. Eltern können auch schon mit kleinen Kindern besprechen, wie die Zeit zwischen Aufstehen und Aufbruch ablaufen soll.

Wer braucht wann wie viel Zeit im Badezimmer?

Ein wenig Planung muss sein. Dann kommen alle zu ihrem Recht. So stehen manche Mamas oder Papas gern vor dem Rest der Familie auf, um in aller Ruhe das Bad für sich zu haben.

Wenn es immer zum gleichen Zeitpunkt morgens knirscht, sollten die Familienmitglieder über andere Abläufe nachdenken: Teenager können sich auch in ihrem Zimmer stylen, Zähne putzen können zwei gemeinsam an einem Waschbecken, Haare kämmen kann man auch im Flur. Und Bummelkinder, die morgens schwer in die Gänge kommen, brauchen mehr Zeit, die Eltern einkalkulieren sollten.

Wann morgens die Zähneputzen?

Übrigens gut zu wissen: Wer den Tag gern mit Süßem beginnt, sollte die Zähne nach dem Frühstück putzen. Wer Obst oder einen Orangensaft, also eher Saures bevorzugt, sollte schon vor der ersten Mahlzeit des Tages zur Zahnbürste greifen. Denn sonst würde man sich im Laufe der Zeit den Zahnschmelz wegschrubben.

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